Prostatadiagnostik

Spezielle Diagnostik
Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Männern in Deutschland. Nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts erkranken jährlich etwa 70.100 Männer neu daran. Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko Prostatakrebs zu bekommen. Da die Heilungschancen umso höher sind, je früher der Tumor entdeckt wird, ist die Vorsorge wichtig.
In der Radiologie Rostock bieten wir Ihnen eine spezielle Untersuchung zur Diagnostik an, die multiparametrische MRT der Prostata (mpMRT Prostata).
Was ist die mpMRT der Prostata?
Es ist ein etabliertes Verfahren zur nicht-invasiven Untersuchung der Prostata mit deren Hilfe eine aggressive Tumorerkrankung der Prostata mit hoher diagnostischer Sicherheit ausgeschlossen oder erkannt werden kann. Sie stellt einen wichtigen Bestandteil in der Diagnostik und Verlaufsbeurteilung von Prostatatumoren dar.
Außerdem können die akquirierten Bilder verwendet werden, um gezielt eine Probe (Stanzbiopsie) zu gewinnen (MRT-gestützte Fusionsbiopsie).
Warum mpMRT in der Radiologie Rostock?
Unsere Ärzte verfügen über eine langjährige Erfahrung in der Prostatabildgebung und sind durch die Deutsche Röntgengesellschaft (DRG) zertifiziert. Nicht nur unsere Ärzte, auch unsere Geräte erfüllen die von der DRG und dem Berufsverband der Deutschen Radiologen (BDR) geforderten Qualitätskriterien.
Wir führen die mpMRT an einem modernen 1,5T-Magnetresonanztomographen durch, welcher eine präzise Diagnostik ermöglicht. Die Befundung erfolgt standardisiert nach PI-RADS und nach einem „4-Augen-Prinzip“.
Wer übernimmt die Kosten der Prostata-MRT?
Private Krankenkassen
Diese übernehmen die Kosten der mpMRT der Prostata im Regelfall vollständig.
Gesetzliche Krankenkassen
Da die mpMRT der Prostata trotz ihrer Bedeutung bislang noch nicht in den allgemeinen Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen aufgenommen wurde, können wir die Untersuchung nur als Selbstzahlerleistung (IGEL-Leistung) anbieten. Gerne informieren wir Sie über die zu erwartenden Kosten bei der Terminvereinbarung.
Unter bestimmten Voraussetzungen können gesetzlich versicherte Patienten einen Antrag auf Kostenerstattung durch die GKV stellen. Ihr behandelnder Urologe/Urologin kann Sie hierzu beraten. Ein Antragsformular finden Sie hier.
Den durch Sie ausgefüllten und von Ihrem behandelnden Urologen/ Urologin gegengezeichneten Antrag bringen Sie bitte zur Unterschrift und Aufklärung in unsere Praxis. Anschließend reichen Sie diesen bei Ihrer Versicherung ein.
Im Falle einer Bestätigung der Kostenübernahme durch Ihre GKV können wir einen zeitnahen Untersuchungstermin mit Ihnen vereinbaren.
Inzwischen übernehmen auch immer mehr gesetzliche Krankenkassen die Kosten der Untersuchung im Rahmen eines separaten Versorgungsvertrages (z.B. viele BKKs). Bitte sprechen Sie uns hierzu an.
Eine Liste der teilnehmenden Krankenkassen finden Sie hier.
Wie treffsicher ist die mpMRT der Prostata?
In zahlreichen Studien wurde die Überlegenheit der mpMRT gegenüber dem Standardvorgehen bestehend aus PSA-Bestimmung, klinischer Untersuchung und ungezielter Stanzbiopsie belegt. Die Treffsicherheit bei der mpMRT liegt bei ca. 85%.
In einer großen Studie (PRECISION) konnte gezeigt werden, dass mit der Hilfe der mpMRT mehr als 25% der Biopsien (d.h. bei mehr als jedem 4. Mann!) verzichtbar sind und dass durch die Kombination aus mpMRT und gezielter Biopsie 12% mehr aggressive schnell wachsende Prostatatumoren diagnostiziert werden konnten, die ansonsten nicht entdeckt worden wären.
(http://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa1801993).